Die Initiative Familienrad ist ein Verein zur Förderung aktiver und autonomer Mobilität.

Wir geben zu: Diese Seite hat missionarischen Charakter! Unser Ziel ist es, möglichst viele Familien von den Vorzügen eines Familienrades und aktiver Mobilität zu überzeugen. Wir tun das auf ehrenamtlicher Basis, freuen uns aber auf deine Unterstützung!

Nous Confessons.

 

 

Matthias Bernold vom Reich durch Radeln Blog #RdR hat mit "Family-Logistik-Influencer" Stephan Renner darüber gesprochen, wie viel schöner die familiäre Logistik in der Stadt mit einem Familienrad ist und wie sich aktive Mobilität und Logistik mit vier Kindern anfühlt. Check it out! 

 

Ein Stadtgespräch des Technischen Museums Wien über Lastenradlogistik. Interessante Gespräche von Lothar Bodingbauer unter anderen mit Stephan Renner über saubere Luft, Logistik mit Kindern und das beste Individualverkehrsmittel für die Stadt. Hörenswert! 

Ein Artikel auf derstandard.at, der gut zusammenfasst, worum es auf Familienrad.at geht: um individuelle und aktive Mobilität, alleine oder mit anderen. 

 

Mobiles Quartet: Katharina und Stephan Renner über Kindertransport mit dem Lastenrad im Drahtesel, dem österreichischen Fahrradmagazin.


Unsere Geschichte.

Wir haben einige Jahre in Belgien gelebt. Dort, vor allem aber in den Niederlanden und Dänemark, werden Lastenräder auch im privaten Bereich bereits stärker eingesetzt. Bei uns war es die Geburt eines Kindes, das den Ausschlag für den Kauf eines Familienrades gab.

 

Wir erwarben ein Bakfiets, ein einspuriges Fahrrad mit einer Transportkiste vor dem Lenker. Auch mit anderen Familienrädern lassen sich Kinder und Sachen transportieren, mal vor, mal hinter der Lenkerin. Einen Überblick über die verschiedenen Angebote erhältst du hier.

 


Eine neue Qualität urbanen Lebens.

Für uns hat sich die Lebensqualität mit dem Kauf des Familienrades ganz entscheidend verbessert. Ein Baby und Kleinkind lässt sich in Wien mit einem normalen Rad nur schwer - oder nur halb legal - transportiert.

 

Die Lösung mit Radanhänger ist in Österreich weit verbreitet. Anhänger sind wahnsinnig praktisch für ganz viele Situationen. Im täglichen Mobilsein und im Austausch mit anderen Verkehrsteilnehmer im Mischverkehr wollen wir unsere Kinder aber lieber im Blick haben. So ganz trauen wir unseren autofahrenden Verkehrsteilnehmerinnen nämlich nicht.

 

Mit einem Familienrad können wir unsere gewohnten Mobilitätsmuster beibehalten. Das Baby kommt einfach mit, die Brüder auch, und die Einkäufe oder das Picknick für den Park ebenso. In der Stadt verliert das Auto weitestgehend seine Funktion. Und das bleibt auch so, wenn Babys zu Kindern wachsen.


Wien ist anders.

Wien hat im internationalen Vergleich einen gut ausgebauten und sehr wohlfeilen öffentlichen Verkehr. Darin ist die Stadt tatsächlich spitze. Und das ist gut so. 

 

Nur im Individualverkehr haperts. Da wird noch immer zu viel Platz den Autos gegeben und Luft zum sauberen Atmen genommen. Weil das Parkpickerl zu billig, der Platz in der Stadt dadurch als Lagerplatz für meist stehende Autos verscherbelt wird - und weil das Auto halt noch immer so wahnsinnig gemütlich ist.  


Autofahren ist das neue Rauchen.

In unserer autofahrenden Gemütlichkeit merken wir nicht, wie viel Geld wir verrauchen und wer alles passiv mitatmen darf - und wer mit uns passiv mitrauchen muss, zum Beispiel unsere Kinder. 

 

Der Feinstaub und die Stickstoffdioxid-belastung sind immer wieder über den Grenzwerten. Von offizieller Seite wird aber noch immer viel zu wenig gemessen - und manchmal an nicht ganz nachvollziehbaren Orten. 

 

Schließlich sind gute Messungen auch nicht trivial. BürgerInneninitiativen und also die Crowd können diese Lücke füllen. In Städten wie Brüssel oder Berlin laufen diese Messungen bereits. In Wien ist auf den Verein Guteluft.wien zu verweisen. 

 

Werner Bartens hat in der Süddeutschen Zeitung jedenfalls die körperlichen Belastungen aus Stickstoffdioxid und Feinstaub für Augen, Rachen und Atemwege so zusammengefasst, dass dem wenig hinzuzufügen ist. Gift mit jedem Atemzug.

 

Ein Familienrad hilft, die Abhängigkeit von dieser lästigen Sucht zu verringern. Während du viel Geld sparst, bist du schneller als der Stau und bleibst fitter als dein Turnschuh. Denn auch wenn Autos die Luft in der Stadt verstinken, die Vorteile aus täglich einer Stunde körperlicher Aktivität für dein Herz-Kreislaufsystem sind höher als die Kosten aus Stickstoffdioxid- und Feinstaubbelastung. 


Die Mission.

 

Diese Seite wächst durch einen missionarischen Antrieb. Es ist uns ein Anliegen, mehr Familien auf Familienräder und mehr Kinder auf Fahrräder zu bringen. Wir sind davon überzeugt, dass aktive individuelle Mobilität das Leben besser macht. Du wirst schneller, fitter und pünktlicher sein!

 

Aktive Mobilität (#activemobility) sind die Zauberwörter. Welches Rad du für die Wegstrecken verwendest, ist dabei immer abhängig vom Zweck. Für welches Modell du dich entscheidest hängt ganz von deinen Vorstellungen, Einsatzgebieten und Budget ab.

 

Wir haben unsere persönlichen Präferenzen an Qualität, Wendigkeit und Fahrkomfort eines Familienrades. Wir artikulieren und erklären diese Präferenzen. Wir sind also subjektiv, aber jedenfalls produktneutral.

 

Schließlich sind wir auch händlerinnen- und händlerneutral. Es hängt von deinen Mobilitätsbedürfnissen ab, ob du dir ein Familienrad kaufst oder leihst (etwa ein Grätzelrad in Wien). Wir haben für Wien eine Liste mit Shops zusammengestellt.

 

 

Schlaue kaufen das Rad jedenfalls dort, wo sie bei technischen Problemen fundierte Hilfe erwarten können. Je näher das an deinem familiären Gravitationszentrum liegt, desto besser für dich und deine Mobilität.

Die Menschen - more to come...

Katharina Renner ist Soziologin und Theologin und beruflich im Freiwilligenmanagement aktiv. Sie fährt mit dem Fahrrad, weil es das attraktivste und zuverlässigste Verkehrsmittel ist. In der letzten Schwangerschaft hat sie die Familienlogistik auf ein Lastenrad umgestellt und genießt, wie sehr es ihr Leben vereinfacht hat. 


Stephan Renner ist Politikwissenschafter und kümmert sich beruflich um die Förderung nachhaltiger Energieprojekte auf europäischer Ebene. Er fährt mit dem Rad, weil er dadurch viel Zeit spart und immer pünktlich ist. Auch er war anfangs skeptisch, ob es ein Lastenrad braucht und war überrascht, wie sich damit die familiäre Logistikkette und das Leben vereinfachen läßt.